Wie geht es eigentlich den Menschen in (anderen) Lebensgemeinschaften in Zeiten von Kontaktverboten und Abstandsregeln? Das habe ich mich als Bewohner des Ökodorf Sieben Linden gefragt und habe vermutet, dass es auch unsere Leser*innen interessiert. Also habe ich alle Gemeinschaften angeschrieben, die sich im aktuellen eurotopia-Verzeichnis vorstellen, und danach gefragt. Die Flut von Antworten war (ist!) überwältigend, und ich komme kaum dazu, diesen Riesenschatz von Berichten zu einem Newsletter zu verschnüren und zu verschicken, weil immer noch was eintrudelt, das ein interessantes neues Licht auf die Sache wirft. Es ist wirklich viel zu lesen geworden (siehe unten oder auf https://eurotopia.de/newsletters/eurotopia-Newsletter_April2020.html […]

Gemeinschaften in der Pandemie



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Von Michael Schaaf Hallo Ihr lieben Leute, ich lese seit Jahren immer wieder über Dinge, die unsere Welt vermissen „müsste“, wenn Sie denn auf Liebe und an menschlichen Bedürfnissen gemessen würde. So suche ich immer wieder Seiten im Internet auf, wo sich Menschen zu ihren Gedanken bekennen, diese Denkmuster und Ideen teilen möchten oder um ihre tollen Einfälle und Erfindungen, weiter zu geben, um eventuell irgendwann mal ein FREIERES Leben führen zu können. Eine solche Gemeinschaft suche ich auch – habe aber selbst, sehr viel mir darum Gedanken gemacht, was eigentlich notwendig ist um eine BESONDERE Gemeinschaft am Leben zu […]

Gastbeitrag: Rosenberg und T.Gordon – Kommunikation + Liebe



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Jetzt sind wir tatsächlich schon mitten in der Recherche für ein neues eurotopia-Verzeichnis und hoffen, es im Frühjahr 2019 veröffentlichen zu können. Das Team besteht wieder aus Micha Würfel als Herausgeber und Volker Peters für die IT sowie aus Mitarbeiter*innen, die eine Woche oder mehr im Ökodorf Sieben Linden zu Gast sind und helfen, Gemeinschaften zu recherchieren und die Rückmeldungen einzuarbeiten. Rahel, unsere erste Gästin, hat in einem Monat über 1000 neue Gemeinschaftsadressen in unsere Datenbank eintragen können. Es ist noch nicht offiziell, aber es sieht aus, als wären in den letzten unheimlich viele Gemeinschaften neu gegründet oder geplant worden… […]

e19 on the way…


Hallo liebe Leser*innen, ich trau mich fast schon nicht mehr, auf unserer eigenen Seite was zu posten – ich hab mich schon so lange nicht mehr gemeldet und wollte um diese Zeit eigentlich schon mitten in der Recherche für ein neues eurotopia-Verzeichnis stecken. Na, das verzögert sich ein bisschen. Vielleicht kann ich im Juli oder August anfangen, damit wir zu Ostern 2019 ein tolles neues Buch präsentieren können…? Leider hängt es zum großen Teil an mir, die eurotopia-Maschine anzuschieben. Und ich war lange mit dem Bau unseres tollen Hauses „Einhorn“ beschäftigt (im Foto vorn links). Das Haus Strohbunt (hinten rechts) […]

Wann gibt es eigentlich das nächste eurotopia-Buch?


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Ich lebe in einer kleinen und in einer großen Gemeinschaft.   In der kleinen, die aus vier Erwachsenen und 3 kleinen Kindern besteht, bekommen wir ziemlich viel gebacken. Wir haben es nicht immer leicht miteinander, haben aber auch viel zu lachen. Und es lohnt sich auf jeden Fall: Die Kinder, eine gemeinsame Ökonomie, ein gemeinsames Hausbauprojekt – es ist ungeheuer, was die Gruppe alles möglich macht. Und ich habe ja meine Rückzugsräume, wenn ich allein sein will. Was wir in der kleinen Gruppe entscheiden müssen, entscheiden wir entweder auf dafür einberufenen Treffen oder notfalls beim gemeinsamen Essen. Es funktioniert. Ich […]

Wer delegiert, wird regiert?!



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In den letzten beiden Beiträgen habe ich einen Gedanken entwickelt, der in der Notwendigkeit von Kriterien mündet, die eine Gemeinschaft braucht. Ich habe geschrieben: Ich sage und schreibe oft, dass ich wichtig finde, dass Sieben Linden was „Besonderes“ bleibt. Dass ich Sorge habe, es könnte irgendwann eine reine Siedlung sein. Da ist der Einwand richtig, dass es nicht gerade ein hartes Kriterium ist, etwas „Besonderes“ zu bleiben. Woran sollen wir das festmachen, dass wir was Besonderes sind? Klarere Kriterien müssen her. Was will ich für ein Sieben Linden in 20, 30 Jahren? In diesem Satz hört sich das total einleuchtend […]

Gemeinschaftstheorie… In der Praxis.


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Fortsetzung vom letzten Beitrag Was will ich also für ein Ökodorf? Ich sammle jetzt meine Kriterien und rufe dazu auf, weitere zu nennen (unten im Beitrag gibt es ja die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen). Möglichst genau formuliert und definiert; ich stelle mir ein Treffen vor, bei dem die Mitglieder einer beliebigen Gemeinschaftsgruppe (oder eben der Siebenlindener Gemeinschaft) in einem großen Kreis zusammenkommen und bei den Kriterien, die für sie jeweils auch wichtig sind, in die Mitte gehen. Je wichtiger das Kriterium für sie, desto weiter in die Mitte.   Ich will ein Ökodorf, in dem ich Zeit und die Möglichkeit […]

Klare Kriterien für die Gemeinschaft, die ich will


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Vor einigen Monaten habe ich übergangsmäßig/kommissarisch/mit minimaler Stundenzahl die Stelle des Geschäftsführers der Siebenlindener Siedlungsgenossenschaft übernommen. Das ist eigentlich eine sehr vielseitige, verantwortungsvolle und interessante Tätigkeit; 15-20 Stunden pro Woche sollte man dafür einplanen. Leider hat sich bis jetzt keine*r der erfahrenen Bewohner*innen dazu bereit erklärt, diese Stelle nach der Kündigung des langjährigen Vorgängers zu übernehmen. Wir hatten eine Bewerberin, die gerade erst in Sieben Linden gelandet war – nach ein paar Monaten Geschäftsführungsversuch hat sie aber nicht nur den Job hingeschmissen, sondern ist sogar wieder weggezogen. Geschäftsführung in Sieben Linden ist also nichts für schwache Nerven. Es gibt unheimlich […]

Was will ich von Gemeinschaft?



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Ökologische Kommunikation Die “Gewaltfreie Kommunikation” nach Marshall B. Rosenberg kennt fast jeder, die “Ökologische Kommunikation” nach Jerome Liss hingegen ist den meisten Menschen gar kein Begriff. Ich denke, zu Unrecht, denn das System steht der Gewaltfreien Kommunikation in nichts nach, und wenn es um Arbeit von und mit Gruppen geht, bietet die Ökologische Kommunikation mit ihrem aus der Biosystemik stammenden Ansatz effizientere und praktischere Werkzeuge als die eher rhetorikbetonte Gewaltfreie Kommunikation. In Deutschland dürfte die Ökologische Kommunikation weitgehend unbekannt sein, denn Neuerungen im ökologischen und sozialen Bereich setzen sich eher von Nord nach Süd durch als umgekehrt. Erfunden hat dieses […]

Gastbeitrag: Ökologische Kommunikation